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2008
"les enfants de Barbarie"

Idee, Konzept, Regie: Astride Schlaefli, Produktion : Michael Röhrenbach

Mit: Anna Trauffer, Vera Kardos, Barbara Gasser, Andreas Thierstein, Jannine Hafner, Astride Schlaefl, Beratung: Jürg Kienberger



Tojo Bern vom 16. bis 19. April, Espace Culturel Rennweg26 in Biel vom 7. bis 10. Mai, Theater Tuchlaube Aarau am 14. Mai.


"Kinder der Landstrasse"

Von 1926 bis in die 70er Jahre wurden im Namen des Hilfswerks «Kinder der Landstrasse» mindestens 600 (manche Quellen sprechen von über 2'000) Kinder von Fahrenden von ihren Eltern und Familien getrennt.

Fahrende Eltern galten als unfähig Kinder zu erziehen und das Sorgerecht wurde ihnen entzogen.

Die Kinder wurden in Waisenhäuser oder Erziehungsanstalten gesteckt, in psychiatrische Anstalten eingewiesen oder in Gastfamilien untergebracht. So gerieten viele von ihnen an wenig zimperliche Leute, deren Vorurteile gegenüber Fahrenden eine schlechte Behandlung rechtfertigten. Sie wurden Mägde und Knechte auf Bauernhöfen, oder als billige Arbeitskräfte in Fabriken und im Dienstleistungsgewerbe ausgenutzt. Die meisten Kinder haben ihre Familien nie wieder gesehen.

Initiant des Pro-Juventute-Hilfswerks war der Romanist Dr. Alfred Siegfried. «Kinder der Landstrasse« erfuhr finanzielle Unterstützung durch den Bund, die Kantone, durch Gemeinden und durch viele private Spender. Auch moralisch wurde das Projekt von einer breiten Öffentlichkeit getragen.

Die Urheber und Verantwortlichen des Hilfswerks «Kinder der Landstrasse» wurden nie zur Verantwortung gezogen.